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Ein alter Mann öffnet seine Seele. Mit Bild und Text will er deutlich machen, dass beim Betrachter und in ihm in Manchem gleiche Saiten erklingen: es gibt ein Gemeinschaftsgefühl, eine Solidarität im allgemein Menschlichen, wie im Ästhetischen.
Ein Gemälde, eine Grafik braucht keine Erklärung des Künstlers, er muss es dem Betrachter überlassen, wie er mit dem Inhalt umgeht. Wenn manche Arbeiten aber innere Protokolle sind, werden zusätzliche Anmerkungen vielleicht sinnvoll sein. Manche Texte stehen übrigens in keinem Zusammenhang mit den gegenüberliegenden Bildern.
Der Buch,- Gebrauchskünstler und Illustrator hätte mit genialisch Hinge-schleudertem die Auftraggeber seiner „Brotarbeit“ wohl nicht zufrieden gestellt! Darum war diszipliniertes Mühen sein ständiger Begleiter. Kunstbetrachtern, denen Wertungen und Meinungen anderer einzige Entscheidungshilfe für einen „eigenen“ Standort dienen, mag das ehrliche Ringen um gültigen Ausdruck freilich als Indiz für eine unmodische Kunstauffassung sein. Handwerkliches Können ist ja nach heute gängiger Auffassung dem Genialisch- Gestischen diametral entgegen gesetzt.
Viele der 51 Arbeiten, vor allem die Grafiken, sind zur Nachtzeit entstanden, als Kontrapunkt zur Auftragsgebundenen Tagesarbeit. Auch die Themen sind Alternativen zur trivialen Realität. Die Gefahr, hier einem eigenbrötlerischen Sonderling zu begegnen liegt nahe…
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