„Wie das Leben so spielt…“

Einige Erzählstoffe, die in den letzten Jahren entstanden sind.

 

„Begegnung auf der Leviathan“ (ca. 200 Buchseiten)

Im Jahr 1925 lernen sich zwei Emigranten auf ihrer Reise nach Amerika kennen; - gegensätzliche Charaktere mit höchst unterschiedlichem Hintergrund und unterschiedlichen Erwartungen. Der erfolgreiche Küchenchef, der seine Stelle an der Ostküste, auf Long Island antreten wird, und sein Reisegefährte, ein unsteter Verlierertyp, den es nach Kalifornien verschlägt, bleiben zunächst in lockerer Verbindung, aus der langsam Freundschaft entsteht.

 

Der  Star-Koch Luciano setzt hier seine Karriere erfolgreich und kontinuierlich fort; Carlo aber, der in einem Seniorenheim an der Pazifikküste unter harten Bedingungen als Hilfskraft sein Leben bestreiten muss, erlebt eine tiefe Zäsur, die seine Existenz von Grund auf zu wandeln scheint, aber sein Wesen nur offen legt. Die Novelle ist im Sprachduktus ihrer Handlungszeit geschrieben und vermeidet all die heute gebräuchlichen Anglizismen und andere Sprachunsitten.

 

„La dolce“ (ca. 50 Seiten)

Die Geschichte einer Meistergeige aus der Werkstatt Amatis zu Cremona. Nach zweihundert Jahren der Wege und Irrwege findet das kostbare Instrument in die begnadeten Hände eines jungen Künstlers, den wir in der „Begegnung auf der Leviathan“ kennen lernten…

 

„Der alte Nachdenker“ (ca. 52 Seiten)

Auf das Schicksal eines alten, verwirrten Mannes, der seine Tage als ein unauffälliger „Spätaussteiger“ im Mezzogiorno verlebt, stößt ein junger deutscher Romanistikstudent, der eine Brücke zu ihm schlägt, mit ihm Freundschaft schließt. Er wollte als Sohn einer wohlhabenden Familie das Alleinsein erfahren, den Weg zu sich selbst in dem einsamen südlichen Winter finden. Aber er lernt nicht nur den alten Nachdenker kennen, sondern macht auch noch eine andere Bekanntschaft…

 

„Oswald“ (ca. 46 Seiten)

Aus einer Laune heraus schaltet Oswald, Verlagslektor, als Kurgast in einem oberbayerischen Heilbad eine Kleinanzeige in einem Lokalblatt ein, um Tuchfühlung mit andern Menschen zu bekommen, die – wie im Grunde er selbst – gelangweilt, ja einsam sind. Er erhält eine Reihe von Zuschriften, die er alle fair beantwortet. Einige davon erregen sein besonderes Interesse und bergen Überraschungen. Zwei davon werden bestimmend für sein weiteres Leben.

 

„Kornel Bliesfurther, Bänkelsänger“ (ca. 96 Seiten)

Jahrhunderte vor dem Aufkommen elektronischer Medien hatten Bänkelsänger das Monopol der Verbreitung von visuellen Darstellungen und Illustrationen aller Art inne. Von Jahrmarkt zu Jahrmarkt zogen sie mit ihrem Archiv an Gemälden und dem erläuternden Wort. Wie mochte ihr unstetes Leben auf der Strasse, auf den holperigen Wegen des 17.Jhdts.etwa, ausgesehen haben? Ich habe den Versuch unternommen, einem solchen Schicksal nachzuspüren.

 

„Aufstand der Satsumas“

Diese exotische Fabel, eine satyrisch-ironische Geschichte, wird augenzwinkernd der Jugend erzählt: Touristen eines reichen, Weltpolizist spielenden Landes dringen eines Unglücks wegen in die heile Welt einer verschollenen fernöstlichen Inselkultur ein. Deren Lehrmeister vermittelt den jungen Satsumas die Lebenszusammenhänge entsprechend einer schlichten, naturnahen Philosophie. Die Melonier, Abenteuertouristen aus dem fernen Westen, die den „ultimativen Kick“ suchen und finden, stranden bei dem kleinen Volk der Satsumas, die ihrer Prägung gemäß retten und helfen. Den Meloniern scheint dies nur selbstverständlich, sie quittieren das freundliche Verhalten ihrer Gastgeber wie imperiale Elefanten im Porzellanladen.

Sie erfahren eine – freilich gewaltlose – Lehre fürs Leben.

 

Neben diesen längeren Erzählungen/Novellen sind da noch eine Reihe kürzerer Texte, die evt. zusammen mit dem oben Skizzierten in einem erzählenden Lesebuch vorgelegt werden könnten.

 

Ein farbig, überwiegend ganzseitig, illustriertes (Vorlese-) Bilderbuch „Kasperl unterm Birnbaum“ für Kinder ab etwa 4 Jahre, für das in ihrem Haus (nach dem Internetportal) evt. ebenfalls Interesse bestehen dürfte, werde ich Ihnen nach Absprache in geeigneter Form vorlegen. Vielleicht wird Sie das alpenländische Kolorit ein wenig befremdend anmuten; andererseits haben die Kinder-Bilderbücher schweizerischer Autoren auch in Deutschland Kultstatus errungen.